STAF Steuerreform

21. Oktober 2020

Um die steuerliche Attraktivität der Schweiz langfristig zu sichern und die internationale Akzeptanz zu gewähren, musste die Unternehmenssteuern in der Schweiz reformiert werden. Das Schweizer Stimmvolk hat das Steuerpaket im Mai 2019 mit 66.4 % Ja-Stimmen angenommen. Nun ist es per 1. Januar 2020 in Kraft getreten. In den meisten Kantonen ist die Umsetzung der Vorgaben aus dem Bundessteuerharmonisierungsgesetz in ihre kantonalen Steuergesetze ebenfalls bereits erfolgt. In den verbleibenden Kantonen ist dies im Laufe von 2020 ebenfalls mit Wirkung per 1. Januar 2020 geplant.

Die wichtigsten Anpassungen

  • Abschaffung der Statusgesellschaften wie Holding-, Verwaltungs- und Domizilgesellschaften; insbesondere die Kapitalsteuern können bei Holdinggesellschaften schmerzhaft werden; die meisten Kantone sehen besondere Kapitalsteuersätze für Beteiligungsvermögen vor.
  • Beim Wechsel dieser Gesellschaften in die ordentliche Besteuerungen können stille Reserven steuerlich aufgewertet werden. Die Steuerplanung für den Jahresabschluss per 31.12.2019 ist entscheidend
  • Mit Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Erträge aus Patentboxen können die Steuern in Zukunft optimiert werden. Die Umsetzung der Kantone ist sehr unterschiedlich.
  • Kantone mit einem Steuersatz von mindestens 13.5 können theoretische Zinsen des Eigenkapitals vorsehen. Im Moment ist dies in Zürich aktuell.
  • Die Auszahlung von steuerfreien Kapitaleinlagen bei börsenkotierten Unternehmen wird eingeschränkt.
  • Für KMU schmerzhaft: Die Besteuerung von Dividenden auf qualifizierten Beteiligung wird beim Bund von 60 auf 70 % erhöht.
  • Als Sozialer Kompromis wird der AHV-Beitrag um 0.3 % erhöht.