Steuerspartipp 3: Kosten für Liegenschaftsunterhalt planen

19. November 2020

Die Kosten für den Liegenschaftsunterhalt von selbstbewohnten oder vermieteten Liegenschaften oder Eigentumswohnungen sind steuerlich vollumfänglich abzugsfähig, weshalb hier vielfältige Steuerplanungsmöglichkeiten bestehen.

Sie können jährlich entscheiden, ob Sie die Pauschale oder die effektiven Unterhaltskosten abziehen (Wechselpauschale). Falls die Unterhaltskosten den Pauschalabzug (i. d. R. 10 % bzw. 20 % des Mietertrages, je nach Kanton und Alter der Liegenschaft) jedoch nicht übersteigen, lohnt es sich steuerlich, nicht dringend notwendige Unterhaltsarbeiten auf ein Steuerjahr zu verlegen, in welchem weitere Unterhaltsarbeiten gemacht werden müssen und so die Pauschale übersteigt.

Es wird von Unterhaltskosten gesprochen. Es können aber auch weitere Kosten abgezogen werden, sofern diese nicht wertvermehrend sind, wie Versicherungen, Verwaltungskosten, Abo-Kosten oder Einzahlungen in den Erneuerungsfonds. Bei Stockwerkeigentümer erstellen die Verwalter teilweise Aufstellungen pro Eigentümer. Gewisse Kantone erlauben auch den Abzug von wertvermehrenden Kosten für energiesparende Massnahmen. Auch hier gilt es, die kantonalen Bestimmungen genau zu konsultieren.

Gut zu wissen: Seit 2020 dürfen die energiesparenden Investitionen eines Jahres während bis zu drei Steuerperioden bei den Bundessteuern und einigen Kantonen geltend gemacht werden, sofern sie in dem Jahr, in dem sie entstanden sind, nicht vollumfänglich berücksichtigt werden können. Die neue Liegenschaftskostenverordnung erlaubt sogar, dass die Kosten eines Ersatzneubaues unter gewissen Umständen während drei Jahren vom Einkommen abgezogen werden können. Das kann gut dazu führen, dass das steuerbare Einkommen drei Jahre gegen null tendiert. Da die kantonale Gesetzgebung dies mehrheitlich noch nicht umgesetzt haben, lohnt es sich allenfalls, mit dem Ersatzneubau zu warten.

Bei grösseren Sanierungen kann es dazu führen, dass das Einkommen ins Minus fällt, was steuerlich nicht sinnvoll wäre. Teilen Sie deshalb eine grössere Sanierung auf zwei Jahre auf, sofern das möglich ist. Die meisten Kantone wenden das Zahlungsdatum als Stichtag an, aber klären Sie dies genauer ab, wenn die Zahlung über den Jahreswechsel stattfindet.

Titania Heimerl hilft Ihnen bei weiteren Fragen gerne weiter:

+41 41 226 30 52
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